Bist du verwirrt und wütend, wenn deine Mutter oder dein Vater mal so und mal anders ist, je nach dem, wie viel sie getrunken haben? Hier sind einige Vorschläge, was du tun kannst:
Sprich mit einer vertrauten Person, zum Beispiel mit dem Elternteil der kein Alkoholproblem hat, vielleicht mit einem guten Freund, mit jemandem aus deiner Familie oder mit einer Lehrerin oder einem Lehrer. Das ist nicht gemein deinen Eltern gegenüber, sondern es hilft dir, dich nicht mehr so alleine zu fühlen. Und wenn du niemanden zum Reden hast, ruf uns an 043 444 77 00 oder wende dich an die Nummer 147. Wenn du uns deinen Nachnamen nicht sagen willst, musst du das auch nicht.
Das ist in Ordnung. Oft machen sich Kinder so viele Sorgen, dass sie ganz vergessen, wie sie einfach Kinder sein können. Wenn es zuhause gerade wieder schlimm ist, ist es gar nicht einfach, Freude zu empfinden. Aber lass dich davon nicht abhalten. Finde heraus, was dir Freude bereitet und bei welchen Gelegenheiten du dich wohl fühlst. Das kann eine Schulband sein, ein Sportverein oder eine Jugendgruppe. Diese Aktivitäten können dir helfen, deine Probleme zuhause für eine Weile zu vergessen, und du kannst dabei viel Neues über dich selber erfahren.
Gefühle von betroffenen Kindern
Es ist verwirrend, einerseits die Krankheit zu hassen, und zur gleichen Zeit deinen betroffenen Elternteil zu lieben. Viele Leute haben verwirrende Gefühle: Zwei völlig unterschiedliche Gefühle zur selben Zeit. Und genau so empfinden viele Kinder gegenüber ihren Eltern.
Für Probleme jeglicher Art gibt es auch andere Lösungen, als zu Alkohol oder Drogen zu greifen. Du kannst selber entscheiden, welchen Lösungsmustern du verwenden willst.
Das bringt nichts. Du kannst ihr Trinken nicht kontrollieren. Du bist nicht der Grund für das Suchtproblem, und du kannst es auch nicht stoppen. Es ist die Sache deiner Eltern, sich um eine Behandlung zu kümmern. Was deine Eltern tun, ist nicht deine Verantwortung. Du hast keine Schuld.
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