Behandeln Sie Personen mit problematischem Alkoholkonsum oder einer Alkoholabhängigkeit? Sie haben die Möglichkeit, betroffene Patientinnen oder Patienten in unser Ambulantes Alkohol-Entzugsprogramm AEP zu überweisen.
- Das Programm umfasst acht Halbtage zu jeweils dreieinhalb Stunden, wirkt ergänzend zur medizinischen Behandlung und stellt die psychosoziale Begleitung während der sensiblen Phase des Entzugs sicher.
- Ziele der Behandlung sind eine Konsumveränderung, die Bewältigung von persönlichen Risikosituationen sowie eine erste Neuorientierung für die Zeit nach dem AEP.
- Die Teilnehmenden reflektieren ihr Trinkverhalten. Ihre Motivation und Ressourcen für eine nachhaltige Konsumveränderung werden gefördert.
- Nach Bedarf werden Einzelgespräche und Gespräche mit Bezugspersonen geführt.
- Im Anschluss an das AEP ist ein nahtloser Übergang zu weiterführenden Einzel- und Gruppenangeboten der ZFA gesichert.
Sie als behandelnde ärztliche Fachperson klären vorgängig ab, ob ein ambulanter Entzug in Frage kommt und gewährleisten die medizinische Betreuung während der Entzugsphase oder delegieren diese an unseren Arzt.
- Ist der Alkoholkonsum der behandelten Person problematisch oder besteht eine Alkoholabhängigkeit?
Entscheidungshilfe: Alcohol Use Disorders Identification Test AUDIT
- Wie schwer sind die zu erwartenden Entzugssymptome?
Das Programm ist für Betroffene mit leichten bis höchstens mittelschweren Entzugssymptomen geeignet – bei schweren Entzugssymptomen empfehlen wir eine stationäre Behandlung. Entscheidungshilfe: Lübecker Alkoholentzugs-Risiko-Skala LARS
- Wird eine Entzugsmedikation benötigt?
Entscheidungshilfe: Alkohol-Entzugssyndrom-Skala AES
Weitere Kontraindikationen für einen ambulanten Entzug:
- Anamnestisch bekannter Krampfanfall und/oder ein Delir.
- Suizidalität – die Suizidalität kann im Rahmen des Entzugs oft überraschend zunehmen.
Ist der Entscheid für einen ambulanten Entzug gefallen, wird eine individuell abgestimmte schriftliche Behandlungsvereinbarung zwischen den Beteiligten getroffen.
Möchten Sie eine betroffene Person überweisen? Haben Sie Fragen? Wir sind unter der Nummer 043 444 77 00 erreichbar. Oder senden Sie uns eine .
Weiterführende Informationen:
Indikationen und Kontraindikationen für einen ambulanten Entzug
Zusammenfassung der Möglichkeiten eines ambulanten Entzugs
Unsere Broschüre zum AEP
8 Nachmittag von 13.30 bis 17.00 Uhr
8 Nachmittag von 13.30 bis 17.00 Uhr
Die Teilnehmenden
- erreichen einen Konsumstopp und erhalten ihn während der Programmdauer aufrecht.
- entwickeln ein hilfreiches Suchtverständnis.
- erwerben und erproben Bewältigungskompetenzen im Umgang mit Trinkverlangen und Risikosituationen.
- stärken ihre Veränderungsbereitschaft und formulieren erste Veränderungsziele.
- erhalten Impulse für eine konkrete ausgewogene Alltags- und Lebensgestaltung.
- treffen einen bewussten Trinkentscheid für die Zeit nach dem AEP.
- planen weiterführende unterstützende Massnahmen zur Aufrechterhaltung und Stabilisierung ihrer Zielsetzungen.
2-Wochenprogramm
Vormittage zur individuellen Gestaltung, Nachmittage in der Gruppe
1. Woche Montag bis Freitag
2. Woche Montag, Mittwoch, Freitag
Zielgruppe
Personen mit risikoreichem Alkoholkonsum oder einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit, die einen Ausstieg aus ihrem Konsum suchen. Es kann sich um einen ersten oder wiederholten Entzug nach Rückfälligkeit handeln.
Teilnahmebedingungen
- Motivation zum Trinkstopp während der Programmdauer
- Vorgespräch bei der ZFA
- Risikoabklärung durch Ärztin/Arzt
- Bereitschaft und Fähigkeit zur regelmässigen Teilnahme und aktiven Mitarbeit am Programm
- Erwerbstätige werden, nach individueller Absprache, während des AEPs krankgeschrieben oder beziehen Ferien
Inhalte
- Atemluftkontrollen
- Austausch über Befindlichkeit und Erfahrungen
- Vermittlung eines zeitgemässen Suchtmittelverständnisses
- Rückfallprävention
- Individuelle Neuorientierung
- Planung und Vorbereitung des persönlichen Anschlussprogramms
Leitung
Zyklus 1/2011: Petra Bald, Alberto Gianinazzi
Zyklus 2/2011: Petra Bald, Mira Stüssi
Zyklus 3/2011: Doris Baschnagel, Peter Hablützel
Zyklus 4/2011: Petra Bald, Richard Zehnle
Gruppengrösse
6 bis 12 Teilnehmende
Kosten
CHF 560.- pro Zyklus, individuelles Abschlussgespräch inklusive; ärztliche Leistungen können über die Krankenkasse abgerechnet werden
Anmeldung
Jederzeit, bis zwei Wochen vor Beginn
Veranstaltungsort
ZFA, Josefstrasse 91, 8005 Zürich
AEP-Nachfolgetreffen werden mit den Teilnehmenden am Schluss des jeweiligen Zyklus vereinbart.
AEP - Zyklus 3/2013: 09. bis 20. September
AEP - Zyklus 4/2013: 18. November bis 29. November
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